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Ernährungsberater empfehlen: Wenn dir dein Herz am Herzen liegt, lass Olivenöl weg und probier stattdessen diese überraschende Alternative.

Person stellt eine Flasche Rapsöl auf einen Küchentisch neben Salat, Brot, Senf und Nüssen ab.

Der erste Hinweis, dass irgendwas ned stimmt, is im Wartezimmer vom Kardiologen kumman. Ende 40, die Sporttasche no in da Hand, sitzt a Mann in Laufschoenen da und scrollt Rezepte am Handy: Lachs mit Olivenöl, Ofengemüse mit Olivenöl, sogar „herzgsunde“ Olivenöl-Brownies. Er hat ganz verdutzt gschaut, wie da Arzt leise gmeint hat: „Vielleicht solltens mit der Flaschn a bissl zurückschrauben.“
Draußen hat da Verkehr gbrummt, und er is am Gehsteig gstanden und hat an Ausdruck über Fette und Cholesterin festghalten, als wär’s a Strafzettel, den er ned verdient. Olivenöl war doch der Gute, oder? Des mediterrane Wunder. Des grün-goldene Schutzschild für unsere Arterien.
Was da Arzt ihm dann gsaid hat, is genau des, was jetzt immer mehr Diätolog*innen sich trauen, laut auszusprechen.
Und es fangt damit an, dass ma den täglichen „Drizzl“ lässt.

Warum manche Diätolog*innen sagen, Olivenöl is ned der Herz-Held, für den’sd es hältst

Geh in irgendeine trendige Küche, und du siehst’s sofort: a hohe Glasflaschn Extra Vergine Olivenöl steht nebenm Herd wie a Trophäe. Ma spritzt’s in die Pfann, ma macht damit den Salat, ma schütt’s sogar über die Suppn, weil ma glernt hat: des is „guats Fett“.
Aber wenn Diätolog*innen hinter s Marketing schaun und stattdessen in echte Blutwerte und echte Gwohnheiten, dann zeigt si a andere Gschicht. Es geht drum, wie vü, wie oft – und was passiert, wenn aus am goldenen Tröpferl still und leise a tägliche Flut wird.
Die meisten von uns essen ned wirklich mediterran. Wir picken Olivenöl einfach auf an westlichen Teller drauf, der eh scho stöhnt vor ultraverarbeitetem Essen.

A Diätologin aus London hat ma von an Patienten erzählt, der stolz gmeint hat: „Butter verwend i kaum mehr, nur no Olivenöl.“ Wie’s dann genauer gschaut haben, hat er über’n Tag verteilt fast 6 Esslöffel drüber gschütt. Des san rund 720 Kalorien. Nur aus Öl.
Sein Cholesterin war ned katastrophal, aber sein LDL – des „schlechte“ – is raufgangen, und sein Gewicht hat in am Jahr um 5 Kilo zulegt. Er war komplett baff. Er hat glaubt, er macht alles richtig, weil jede Gesundheits-Schlagzeile seit zehn Jahren sagt: Olivenöl = Herzschutz.
Die Zahlen am Laborzettel war des Heiligenscheinl um die Flaschn wurscht.

Da is a stille Wahrheit, bei der viele Diätolog*innen nur die Schultern zucken: Olivenöl is trotzdem a raffiniertes, konzentriertes Fett. Ein Esslöffel – ungefähr Daumengröße – hat ca. 120 Kalorien, null Ballaststoffe und null Eiweiß. Es is ned Gift, es is ned Magie – es is einfach dichte Energie.
Wennst an klassischen griechischen Teller hast, voll mit Bohnen, Gemüse, Vollkorn und Fisch, dann passt des Öl oft ins Gleichgewicht. Wennst aber Weißbrot, verarbeitetes Fleisch, Käse isst und des dann in „gsundem“ Olivenöl ertränkst, dann sehn deine Arterien was ganz anderes.
Genau in dem Spalt zwischen Mythos und dem, wie ma wirklich essen, fangt’s fürs Herz oft an schwierig zu werden.

Des „überraschende“ Öl, des Diätolog*innen grad leise statt Olivenöl empfehlen

Da nimmt die Gschicht a Wendung. Manche herzorientierte Diätologinnen lenken Patientinnen jetzt weg vom Olivenöl – hin zu ana ganz anderen Flaschn im Regal: kaltgepresstes Rapsöl (in vielen Ländern auch als Canola bekannt).
Ned des grellgelbe Industrieöl fürs Frittieren, sondern die kaltgepresste Variante, von Natur aus reich an Omega‑3 und mit weniger gesättigten Fettsäuren als Olivenöl. Des is das Öl, des selten Schlagzeilen kriegt, weil’s neben sonnenbeschienenen Weingärten einfach ned so romantisch ausschaut.
Aber wennst Kardiologie-Diätolog*innen fragst, was’s daheim fürs tägliche Kochen verwenden, kommt dieses „langweilige“ Öl viel öfter vor, als ma glaubt.

A französische Diätologin hat ma von ana 52-jährigen Frau erzählt, mit Familiengeschichte von Herzinfarkten. Sie hat Olivenöl g’liebt und hat gmeint, der Umstieg von Butter hätt ihre Probleme g’löst. Ihr LDL war trotzdem hartnäckig hoch. Die Triglyceride a.
Also hat die Diätologin an kleinen, sehr konkreten Versuch vorgeschlagen: Drei Monate lang den Großteil vom Olivenöl beim Kochen gegen kaltgepresstes Rapsöl tauschen – und gleichzeitig mehr Hülsenfrüchte, Hafer und Gemüse einbauen. Keine Supplemente, keine exotischen Pulver, nur diese gezielte Fett-Änderung.
Drei Monate später is ihr LDL gfallen, die Triglyceride san runter, und sie hat a paar Kilo verloren, ohne wirklich zu „diäten“. Sie hätt nie dacht, dass so a simpler Wechsel bei der Flaschn nebenm Herd anfangen kann.

Warum is dieser Tausch fürs Herz relevant? Rapsöl hat deutlich weniger gesättigte Fettsäuren als Olivenöl und ein günstigeres Verhältnis von Omega‑3 zu Omega‑6. Des spielt a Rolle bei Entzündung, Blutfetten und langfristiger Arterien-Gsundheit.
Olivenöl bringt zwar Polyphenole mit und hat berühmte Studien im Rücken – aber die schauen meist Menschen an, die ein ganzes mediterranes Muster essen, ned nur Öl zu Burgern und weißer Pasta dazu kippen. Für si allein is Olivenöl trotzdem „nur“ a Fett.
Wennst a verletzliches Herz schützen willst, werden die Details vom Fettsäureprofil – und ned das Marketing – leise, aber entscheidend.

Wie du heute umsteigen kannst, ohne dass deine Lieblingsgerichte hin werden

Der einfachste Einstieg is der: trenn „Kochfett“ von „Finish-Fett“. Nimm kaltgepresstes Rapsöl für’s meiste echte Kochen – Gemüse anrösten, Erdäpfel backen, Palatschinken machen, sogar backen. Und heb dir a gutes Extra Vergine Olivenöl auf für den letzten, gelegentlichen Spritzer über’n Salat oder a Tomatenteller.
Des allein spart über die Woche oft an ordentlichen Batzen an gesättigten Fettsäuren und Kalorien – ohne dassd nur von Salat und Reue leben musst. Du verbietest Olivenöl ned, du stufst es nur runter: vom täglichen Statisten zur besonderen Gastrolle.
Tausch über Gwohnheit: Jedes Mal, wenn deine Hand automatisch zum Olivenöl für die Pfann greift, stopp kurz und nimm stattdessen die Rapsölflaschn.

Viele kriegen anfangs Panik: „Schmeckt dann ned alles fad?“ Sie stellen sich vor, dass ihr geliebtes Ofengemüse plötzlich nach Krankenhauskantine schmeckt. In Wirklichkeit is oft des Gegenteil der Fall. Durch den neutralen Geschmack vom Rapsöl kommen Knoblauch, Kräuter, Zitrone und Gewürze erst recht nach vorn.
Die größere Falle is ned der Geschmack, sondern die Menge. Wir haben uns dran gwöhnt, Öl direkt aus der Flaschn zu „gluckern“, weil’s sich tugendhaft anfühlt. Dort zahlt’s Herz den Preis. Nimm an Esslöffel oder a kleine Ausgießhilfe. Stell die Flaschn ned auf’n Tisch.
Seien ma ehrlich: Niemand misst’s jeden Tag. Aber schon wennst a paar Mal pro Woche abmisst, kalibrierst dein Aug, und des macht den Teller automatisch leichter.

„Die Leit glauben, ihr Herz hört nur drauf, welche Ölmarke’s kaufen“, hat ma a Kardiologie-Diätologin g’sagt. „In Wahrheit hört’s auf den Mix: welches Öl, wie vü, und was sonst no am Teller liegt. Besseres Öl, weniger davon, und mehr Pflanzen – dann sehen ma, wie si die Laborwerte bewegen.“

  • Fang mit an einfachen Tausch an
    Ersetz dein Haupt-Kochöl diese Woche bei 80 % deiner Gerichte durch kaltgepresstes Rapsöl.
  • Olivenöl wie a Würzmittel verwenden
    Halt a kleine Flaschn für gelegentliche Salatdressings oder a leichtes Finish – ned fürs Braten.
  • Auf den Esslöffel schaun, ned aufs Etikett
    Sogar des „gsündeste“ Öl wird zum Problem, wenn aus freiem Ausgießen a Wasserfall wird.
  • Fett mit Ballaststoffen kombinieren
    Denk an Bohnen, Linsen, Vollkorn und Gemüse, damit’s Herz ned gegen a Solo-Fettparty ankämpfen muss.
  • Mit Ärztin/Arzt reden, wennst Herzthemen hast
    Des is ka Wundermittel; es is a starker Hebel neben Bewegung, Medikamenten und Schlaf.

Die Flaschn am Küchenkasterl neu denken – leise, stur, fürs Herz

Wir kennen des alle: der Moment, wo ma auf’n Teller schaut und merkt, dass die „gsunden“ Gewohnheiten eigentlich mehr aus Headlines und hoffnungsvollen Labels kumman san. Die Olivenölflaschn beim Herd fühlt si fast wie a Freund an – als Teil der eigenen Identität als wer, der „guat isst“. A bissl davon wegzugehen, kann sich überraschend persönlich anfühlen.
Aber genau da fangt echte Veränderung meistens an: ned mit ana dramatischen Kur, sondern mit ana sturen Entscheidung über etwas, dasd jeden Tag machst. Welches Öl du erhitzt, wie vü du schüttest, und was drunter am Teller liegt.
Die Diätolog*innen, die Rapsöl pushen, sagen ned, dassd falsch oder deppert warst. Sie sagen: Die Wissenschaft hat mehr Struktur als die Sprüche. Wenn dein Herz dir schon a Warnung gebn hat – a Schreck im Rettungsauto, a Laborwert, der dir schwer im Brustkorb liegt – dann zählt das Leise am meisten. Der Wechsel am Küchenkasterl. Der Löffel in deiner Hand. Und die Gschicht, die dein nächster Blutbefund erzählen wird.

Kernpunkt Detail Nutzen für Leser*innen
Olivenöl is ka Freifahrtschein Kalorienreich, trotzdem a raffiniertes Fett, und wird auf westlichen Tellern oft übertrieben Bricht den „Gesundheits-Heiligenschein“ und erklärt, warum Laborwerte ned immer zum Marketing passen
Kaltgepresstes Rapsöl unterstützt Herzgsundheit Weniger gesättigte Fettsäuren und besseres Omega‑3‑Profil als Olivenöl für den Alltag Gibt an konkreten, realistischen Tausch, der Cholesterin und Triglyceride verbessern kann
Kleine tägliche Gwohnheiten bewegen was Kochöl tauschen, Menge reduzieren, Fette mit ballaststoffreichen Lebensmitteln kombinieren Zeigt, wie ma heute handeln kann – ohne extreme Diäten oder teure Produkte

FAQ:

  • Is Olivenöl jetzt plötzlich „schlecht“ für mi?
    Nein. Extra Vergine Olivenöl kann Teil von ana gsunden Ernährung sein, besonders in ana echten mediterranen Kost. Das Problem is, dass viele’s übertreiben – obendrauf auf a westliche Ernährung – und damit die Vorteile abflachen und zu viele Kalorien und gesättigte Fettsäuren dazukommen.
  • Warum bevorzugen manche Diätolog*innen Rapsöl statt Olivenöl?
    Kaltgepresstes Rapsöl hat weniger gesättigte Fettsäuren und mehr Omega‑3. Das kann fürs Herz und fürs Cholesterin-Management hilfreich sein, besonders bei höherem kardiovaskulärem Risiko.
  • Heißt des, i soll nie wieder Olivenöl verwenden?
    Nein. Viele Expert*innen empfehlen Olivenöl gelegentlich als Finish – auf Salat, Gemüse oder Vollkorn – und für’s meiste Alltagskochen eher Rapsöl, um das gesamte Fettprofil zu verbessern.
  • Und wenn i mir Sorgen mach wegen „verarbeiteten“ Saatenölen?
    Schau nach kaltgepresstem oder nur minimal raffiniertem Rapsöl von seriösen Marken. Die extremen Online-Ängste passen oft ned zu den gängigen Leitlinien in Kardiologie und Ernährung, wo Rapsöl weiterhin als herzfreundliche Option gilt.
  • Ändert a Ölwechsel wirklich mein Cholesterin?
    Bei vielen: ja – besonders in Kombination mit mehr Ballaststoffen (Hafer, Bohnen, Gemüse), weniger ultraverarbeiteten Lebensmitteln und regelmäßiger Bewegung. Es is ka Magie, aber a praktischer Hebel, der sich beim nächsten Blutbefund zeigen kann.

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