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Wissenschaft zeigt, dass dein Lieblingsgetränk am Abend dich schneller altern lässt.

Hand stellt Getränk mit Zitronenscheibe auf Tisch neben Glas Wasser, Blaubeeren und Zitrone in heller Küche.

Die Glotze summt leise, deine E-Mails sind endlich zu, und zum ersten Mal heut ist’s im Haus ruhig.
Du gehst wie auf Autopilot in die Küche, greifst zur gleichen Flasche, zur gleichen Tasse, zum gleichen „Das hab i ma verdient“-Getränk, das quasi jeden Abend abschließt.

Ein Glas Rotwein. Ein eiskalter Gin Tonic. A cremige heiße Schoko. Oder vielleicht ein Riesenhäferl Tee, das als Dessert durchgehen könnt.

Es fühlt sich eher wie ein Ritual an als wie a Entscheidung.
Der erste Schluck lockert die Schultern und bremst die Gedanken – und für einen Moment hört’s auf, dass dich der Tag „alt macht“.

Nur: Die Wissenschaft flüstert inzwischen was ziemlich Unangenehmes.
Dieses liebe Abendgetränk könnt für deinen Körper genau das Gegenteil tun.
Still und leise, Zelle für Zelle, kann’s die Uhr, die du glaubst zu verlangsamen, sogar beschleunigen.

Du siehst es morgen nicht im Spiegel.
Aber dein Zukunfts-Ich vielleicht schon.
Und genau darüber redet fast niemand.

Der hinterhältige Weg, wie dein Abendgetränk mit deinen Zellen redet

Wir denken beim Altern oft an Geburtstage – nicht an die Zeit zwischen 21 Uhr und Mitternacht auf der Couch.
Dabei werden genau dann einige der stärksten Signale im Körper gesetzt.
Ein Getränk, das sich „sanft“ oder „wohlverdient“ anfühlt, kann eine Kettenreaktion starten: Hormone verschieben sich, der Blutzucker steigt, Entzündungen nehmen still zu.

Davon merkst du nix.
Du spürst nur das angenehme Kribbeln, den Komfort oder die Müdigkeit.
Währenddessen zählen deine Zellen unter der Haut Schäden – nicht Erinnerungen.
Und dort fängt die Wissenschaft an, mit der roten Fahne zu winken bei dem, was du dir im Dunkeln einschenkst.

Nimm Alkohol, den Klassiker als Schlummertrunk.
Eine große Studie aus 2022 im The Lancet hat die Gewohnheiten von über 300.000 Erwachsenen untersucht und gezeigt, dass sogar „moderates“ tägliches Trinken mit höheren Risiken für frühere Krankheiten und früheren Tod zusammenhängt.
Nicht der wilde Wochenend-Exzess.
Sondern das ruhige, vorhersehbare Glas am Abend.

Dann gibt’s zuckerlastige Abendgetränke: heiße Schoko mit Sirup, Milchtee mit zwei Löffeln Zucker, diese „leichten“ Cocktails, die eigentlich nur süße Mixer sind.
Forschung der American Heart Association bringt häufige zuckerreiche Getränke mit mehr Falten, mehr Bauchfett und höheren Entzündungsmarkern in Verbindung.
Eine Dermatologin hat’s in ihren Notizen ziemlich direkt formuliert: Menschen, die spät gern Süßes trinken, „altern von innen nach außen“ – Jahrzehnte bevor sie’s erwarten.

Du brauchst dafür kein Mikroskop.
Über die Jahre zeigt’s sich als fahle Haut, hartnäckiges Gewicht, Müdigkeit, die kein teures Serum wegbekommt.

Unterm ganzen Instagram-Filter ist Altern zum großen Teil die Frage, wie schnell Zellen Schaden nehmen und wie langsam sie reparieren.
Alkohol bringt die Leber auf Hochtouren, erzeugt oxidativen Stress und stört Schlafzyklen.
Und schlechter Schlaf treibt dann Cortisol hoch – das Stresshormon, das gern Kollagen abbaut und Fett rund um die Körpermitte einlagert.

Zuckergetränke machen eine andere Art von Schabernack:
Sie lassen den Blutzucker genau dann steigen, wenn dein Körper eigentlich runterfahren soll – nicht hochdrehen.
Der Zucker bindet sich an Proteine (Glykation) und macht die Haut weniger elastisch und Blutgefäße steifer.
Du glaubst, du entspannst – während dein Körper still in einen Reparatur-Minus rutscht.

Seien wir ehrlich: Kaum wer liest solche Studien und ändert dann über Nacht alles.
Aber die Daten sind eindeutig: Die Uhr tickt nicht nur mit Jahren – sie tickt mit Gewohnheiten.

Was du am Abend trinken kannst, wenn du’s trotzdem genießen willst

Das Ziel ist nicht, dass deine Abende zu einem Spa-Retreat aus lauwarmem Wasser und schlechtem Gewissen werden.
Du kannst weiterhin ein Ritual haben, weiterhin Genuss – und deinem Nervensystem signalisieren: „Passt, für heut sind ma fertig.“
Der Trick ist, von „alt-machenden“ Getränken auf beruhigende Getränke umzusteigen.

Starte lieber mit Grenzen statt mit Verboten.
Such dir drei oder vier Abende pro Woche für deinen „echten“ Drink aus – und an den anderen baust du dir einen Ersatz, der dir wirklich taugt.
Zum Beispiel Sodawasser im Weinglas mit Limette und einem Schuss ungesüßtem Saft.
Oder ein einfacher Kräutertee wie Kamille, Rooibos oder Melisse – bei denen Studien zeigen, dass sie besseren Schlaf unterstützen und nächtliche Unruhe senken können.

Behalte das Glas, das Eis, das Klirren, das Ritual.
Änder einfach nur, was drin ist.

Viele tappen in eine Falle: Sie lassen am Abend Alkohol oder schwere Zuckerbomben weg – und ersetzen sie dann durch Riesenhäferln „gesunder“ Getränke, die trotzdem aufs Altern schlagen.
Starker schwarzer Tee spät am Abend kann deinen Schlaf fast so stören wie ein Cocktail.
Pflanzliche „Dessert“-Lattes mit Sirup treiben den Blutzucker hoch, auch wenn’s ohne Milch sind.

Wir kennen’s alle: der Moment, wo man sich sagt „Passt eh, is ja Kräutertee“, während man Honig reinkippt wie Zuckerguss.
Deinem Körper ist das Etikett wurscht – er reagiert auf die Menge.
Koffein, das bis 2 Uhr früh nachwirkt, oder 40 Gramm Zucker im Häferl senden dieselbe Botschaft an die Zellen: Stress statt Ruhe.

Sanft mit dir sein heißt nicht, dich anzulügen.
Du kannst am Abend was Süßes genießen – halt klein, selten und nicht als „Wellness“ verkleidet.

„Dein Abendgetränk gibt den Ton für deine nächtliche Biologie vor“, sagt Dr. Laura Kim, Spezialistin für Präventivmedizin.
„Wenn das Getränk Schlaf, Hydration und Blutzucker verbessert, alterst langsamer.
Wenn es das stört, alterst schneller – auch wenn’s sich im Moment entspannend anfühlt.“

  • Bessere Abend-Alternativen
    Leichte Kräutertees (Kamille, Pfefferminze, Melisse), Sodawasser mit Zitrus oder warmes Zimt-Wasser mit einem winzigen Schuss Milch.
  • Kleine, ehrliche Portionen
    Wenn du Alkohol beibehältst: bei einem abgemessenen Drink bleiben – und nicht jeden Abend. Wenn du Zucker beibehältst: Teelöffel-Niveau, nicht „Dessert-im-Häferl“-Niveau.
  • Schlaf zuerst, Getränk danach
    Stell dir vor dem ersten Schluck eine Frage: „Hilft mir das, tiefer zu schlafen – oder flacher?“ Haut, Gehirn und Hormone reparieren am besten im Tiefschlaf.
  • Eine Änderung nach der anderen
    Du musst bis Montag kein anderer Mensch sein. Fang damit an, an ein oder zwei Abenden pro Woche das Getränk zu tauschen – und schau, wie dein Körper reagiert.

Der leise Deal, den du mit deinem zukünftigen Gesicht machst

Es gibt so einen komischen Moment, der viele Ende 30 oder in den 40ern trifft.
Du siehst dich in schlechtem Licht – oder zoomst bei einem Selfie rein – und irgendwas wirkt … anders.
Nicht kaputt. Nur ein bisserl müder, als du dich innen fühlst.

Du kaufst Cremes, vielleicht Supplements, vielleicht einen neuen Polsterbezug.
Das kann helfen, aber meistens ist’s eher Verteidigung an der Oberfläche.
Der echte Angriff – das, was für dein Zukunfts-Ich wirklich was dreht – steckt in kleinen Entscheidungen, wie dem, was du um 21:30 einschenkst.
Nacht für Nacht.
Jahr für Jahr.

Dein Lieblings-Abendgetränk ist ein Teil Komfort, ein Teil Geschichte, ein Teil Chemie.
Du musst den Komfort oder die Geschichte nicht wegwerfen.
Du kannst die Chemie neu schreiben.

Kernaussage Detail Wert für dich
Abendgetränke können das Altern beschleunigen Alkohol und zuckerreiche Getränke am Abend erhöhen oxidativen Stress, Glykation und Schlafstörungen Hilft dir, den Schlummertrunk als langfristige Alters-Gewohnheit zu sehen – nicht nur als kurzfristigen Genuss
Das Ritual ist wichtiger als die Flüssigkeit Glas, Moment und Setting beibehalten, aber den Inhalt tauschen, ist leichter als strikte Verbote Macht Veränderung realistisch und emotional machbar – statt wie Strafe
Kleine Umstellungen summieren sich über Jahre Ein paar „alt-machende“ Abenddrinks pro Woche weniger verbessert Schlaf, Haut, Energie und Stoffwechsel Zeigt: Du brauchst keine Perfektion – nur konsequente, machbare Anpassungen

FAQ:

  • Macht mich wirklich schon ein Glas Wein am Abend schneller alt?
    Ein Glas hin und wieder wird dein Gesicht kaum „verändern“. Aber Studien verbinden regelmäßigen, täglichen Alkohol – sogar in kleinen Mengen – mit mehr Entzündungen, schlechterem Schlaf und höherem Krankheitsrisiko. Das Problem ist das Muster, nicht das einzelne Glas.
  • Was ist am Abend der „am wenigsten alt-machende“ Alkohol?
    Wissenschaftlich gesehen beeinflusst jeder Alkohol deine Biologie. Ein kleines Glas trockener Rotwein oder klare Spirituosen mit Sodawasser sind meist weniger zuckerreich und kalorienärmer als cremige oder süße Cocktails. Die Option mit dem geringsten „Alterseffekt“ bleibt: seltener und weniger.
  • Sind Zero-Getränke am Abend eine gute Alternative?
    Sie vermeiden Zuckerspitzen, aber manche Studien deuten darauf hin, dass Süßstoffe trotzdem Darmgesundheit und Heißhunger beeinflussen können. Gelegentlich sind sie besser als ein zuckriger Cocktail – als tägliche Lösung sind sie nicht perfekt.
  • Ist Kräutertee wirklich so viel besser fürs Altern?
    Ungesüßte Kräutertees bringen keinen Zucker und keinen Alkohol, unterstützen die Hydrierung und können die Schlafqualität verbessern. Besserer Schlaf heißt bessere Zellreparatur – und das hängt eng mit langsamerem Altern zusammen.
  • Wie schnell merk ich einen Unterschied, wenn ich mein Abendgetränk ändere?
    Viele merken innerhalb von ein bis zwei Wochen besseren Schlaf und weniger „Aufgeschwemmtsein“ am Morgen. Veränderungen bei Hautbild, Energie und Gewicht/Verteilung kommen meist schleichend über ein paar Monate mit „zellfreundlicheren“ Abenden.

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